Generation 732

Notfallblog der Identitären Bewegung Deutschland

Identitäre zeigen Gesicht: Gespräch mit Nils Grunemann

Im Rahmen unserer Serie “Identitäre zeigen Gesicht” haben wir ein Gespräch mit Nils Grunemann geführt, der kürzlich zum Obmann der Identitären Bewegung Deutschland gewählt wurde.

Lieber Nils, als gewählter Obmann der Identitären Bewegung Deutschland, kannst Du ein wenig über dich erzählen?

Ja, Hallo! Mein Name ist Nils Grunemann, ich bin 18 Jahre alt. Ich bin in Berlin geboren und hier in der Großstadt aufgewachsen. Ich habe gerade mein Abitur an einer Schule in Charlottenburg-Wilmersdorf gemacht. Mit einem kleinen Zwischenspiel bei der Jungen Union Berlin ist meine Tätigkeit bei der Identitären Bewegung mein erstes politisches Engagement. Ich bin gläubiger Christ und verstehe mich als Patriot.

Nils, bist du politisch links oder rechts eingestellt?

Keins von beiden. Ich richte mich nach dem Richtigen. Ich bin identitär.

Warum wolltest du Teil der Bewegung werden? Wofür steht sie überhaupt?

Die Identitäre Bewegung ist eine europäische Bewegung. Im deutschsprachigen Raum eine Zusammenkunft junger, engagierter Rebellen. Wir sind Netzaktivisten, Blogger und Protestierende. Wir wollen frei und demokratisch auf unser Anliegen aufmerksam machen und auf bestehende Mißstände aufmerksam machen. Wir kritisieren eine Gesellschaft, die ihre eigentliche Identität längst vergessen hat, was sich in vielen verschiedenen Aberwitzigkeiten äußert. Die Identitäre Bewegung steht zu aller erst für die Freiheit der Meinung und der Rede. Ich bin ein junger Mensch, ich habe mein ganzes Leben noch vor mir. Ich will in keinem Land leben, wo man sich ständig seiner Identität schämt, sich selbst zensiert und Massenmedien bestimmen, was wir zu denken haben und was nicht – alles im Namen einer „politischen Korrektheit“.

Könntest du das Anliegen der Bewegung hier in Deutschland kurz umschreiben?

Wir wollen den Deutschen die Angst vor sich selber nehmen. Das ist auch mein ganz persönliches Anliegen. Unser Kampf ist vor allem ein Kampf um die Herzen der Menschen und gegen die Furcht, die alle Bereiche der Gesellschaft durchzieht. Angst und Furcht sind meiner Meinung nach die unrechtmäßigen Herrscher unserer Zeit. Das lähmt uns und macht soviel kaputt.

Daß es eine Möglichkeit gibt, frei, mutig und selbstbestimmt zu leben – Diese Möglichkeit will ich und die Bewegung jeden Einzelnen unserer Landsleute, besonders meinen Altersgenossen, aufzeigen.

Konkret ist der Aufbau einer Gemeinschaft von jungen Leuten und Bürgern, die innerlich jung geblieben sind, das Ziel der Bewegung. In dieser Gemeinschaft soll unsere Kultur, Zusammenhalt und die Werte, die uns ausmachen, und der Einsatz für das Eigene gelebt werden.

Als langfristiges Ziel streben wir bundesweite direktdemokratische Volksabstimmungen in den entscheidenden politische Fragen an.

Wie kamst du zur Bewegung?

Wie die Mehrheit bin im Netz darauf gestoßen. Ich war sofort fasziniert von der klaren Botschaft der IB und habe mir die Zeit genommen, ihre Positionierungen durchzulesen. Da hat es einfach „Klick“ gemacht und ich wollte mitmachen. Auf Facebook schrieb ich meiner Ortsgruppe und ich bin zu einem ersten Treffen gekommen. Nachdem ich die Leute kennengelernt, und wir gemeinsam etwas unternommen hatten, war ich ein Teil der Bewegung. Seitdem habe ich viele neue Freundschaften geschlossen und interessante Persönlichkeiten kennengelernt. Etwas Besseres hätte mir nicht passieren können.

Was meinst du damit?

Zum ersten Mal habe ich die Möglichkeit politisch zu wirken, ohne in Langweile, in Stumpfsinn oder verknöcherten Strukturen, die nichtmal einen Hauch von Zukunftsglauben und Freude vermitteln. Letztes mußte ich leider in der Jungen Union, der Parteijugendorganisation der CDU, erleben.

Bei der Identitären Bewegung begeistert mich hingegen ihr Stil, mich freut unser selbstironischer Humor, die Freundschaft untereinander. Das verbindende Element, für eine Sache zu kämpfen, die es wert ist. Die Freiheit und die Kreativität. Die Heimatliebe.

Seit dem Deutschlandtreffen Anfang Mai bin ich auch stark beeindruckt von der Zuversicht vieler identitären Ortsleiter, die ich treffen konnte. All das hat mich sehr in meiner Aufgabe als Obmann bestärkt.

Was ist mit den Unterstellungen, die Bewegung sei „rechtsextrem“? Willst du dich dazu äußern?

Na klar. Ich kann mir vorstellen, dass das viele Interessenten nervös macht. Es ist aber totaler Quatsch sowas zu behaupten, wo uns doch gerade für die Schutz unserer Identität einsetzen, zu der auch die freiheitliche demokratische Grundordnung gehört! Das Bundesamt für Verfassungsschutz bewertet uns auch deshalb ausdrücklich nicht als extremistisch.

Ich sehe hinter anderslautenden Unterstellungen eher einen Mangel demokratischen Bewußtseins und natürlich ein Mangel an Bewußtsein für die eigene kulturelle Identität bei den Gesinnungsjournalisten, die bereits viele böswillige Artikel über uns geschrieben haben und dabei im hohen Maße mit den Vorurteilen der Leser spielen oder ganz dreist die Mittel der Manipulation nutzen, um die Leser über uns zu täuschen. Wir werden dagegen künftig notfalls juristisch vorgehen. Wir leben in einem freien Land, und es kann nicht angehen, dass wir wegen der Liebe zu diesem Land diffamiert und kriminalisiert werden! Wir wehren uns!

Was ist der Stand jetzt?

Die Bewegung ist im ständigen Aufbau begriffen. Es gibt jetzt Regionalleitungen im Norden, dem Westen und seit neustem auch im Süden der Republik. Auch im Osten sind wir, wir überall dabei, eine Struktur in die Sache zu bringen, damit gegenseitige Unterstützung schnell und rasch funktioniert.
Überall dort, wo jugendliche kreative Freidenker unserem Aufruf, die identitäre Idee weiterzuverbreiten Folge leisten, sprießen Ortsgruppen aus dem Boden. Über die Identitäre Bewegung hinaus bildet sich zudem eine breitere identitäre Szene heraus. In Dresden eröffnet bald ein Zentrum für Jugend, Identität und Kultur und im Rhein-Main-Gebiet ist ein weiteres identitäres Projekt im Entstehen. Überall herrscht rege Betriebsamkeit.

Wir sind alle jung und unerfahren und wachsen erst noch zusammen. Jeden Kritiker bitte ich um Geduld oder besser: Nicht Abseits stehen, sondern mit anpacken! Jeder Einzelne ist wertvoll und wichtig. Und jeder Einzelne kann etwas bewirken. Nur mit dieser Einstellung verändern wir uns – verändern wir was.

Was erwartet einem Identitären, der bei euch aktiv werden will?

Wir bieten vor allem Hoffnung. Hoffnung auf ein neues Morgen, auf eine eigene Zukunft. Wir äußern dies in Aktionen, die immensen Spaß machen und gleichzeitig wertvolle Botschaften weitergeben. Wir leben den Protest. Wir treffen uns, und wollen eine Gegenkultur des Mutes und der eigenen vitalen Kraft darstellen. Auch wollen wir fern von der alltäglichen sozialen Kälte Geselligkeit untereinander leben. Spiel- und Filmabende gehören dazu genauso wie Diskussionsrunden oder Pläne schmieden.

Was würdest du zu jemanden sagen, der noch unschlüssig ist?

Du siehst, was dich umgibt. Du siehst die Mißstände. Chaos, Verfall. Alle sind scheinbar „einer“ Meinung. Der Großteil der Presse, der Großteil der Politik. Die moderne Gesellschaft macht Dich krank, und am Ende wartet scheinbar nur Frustration und Verbitterung. Wir zeigen Dir einen besseren Weg und wir sind fest entschlossen diesen Weg zu gehen.

Es ist nämlich das eine, all dies nur zu bemerken, es erfordert Mut etwas dagegen zu tun und das Eigene zu verteidigen gegen alle Widerstände hindurch – die Nacht war lang, aber wir sind und bleiben das Volk! Habe keine Furcht! Wir sind die Guten!

Vielen Dank, Nils, für dieses Gespräch!

(Das Interview führte Richard Wolf, 22, Internetaktivist der Bewegung. Copyright der Fotographie: Nick)

Posted on 19. Juni 2013

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